Das erste Mal Photoshop

Photoshop ist ein wahres Meisterwerk, mit dem scheinbar (fast) alles möglich ist. Jeder Fotobegeisterte und Designer muss es einfach haben, nachdem man davon gehört hat.
Mir ging es da nicht anders. Ich habe mit Gimp begonnen, als ich meine erste Spiegelreflexkamera bekam. Dies hat auch so einige aus dem Kasten, aber natürlich ist Photoshop prinzipiell einfach „Cooler“. So toll dies auch geredet wird und ist, sieht es für den Anfänger doch noch etwas unübersichtlich aus.

Es ist aber einfacher, als es zunächst aussieht. In diesem Beitrag werde ich kurz auf die kleinen Dinge eingehen, damit ihr eure Fotos dort zumindest grobflächig bearbeiten könnt. (Ich gehe hier auf das Photoshop CC 2015 ein. Abo Variante, daher könnte dies mit älteren Versionen etwas varrieren)Als erstes wird einfach ein neues Foto geöffnet, überDatei -> Öffnen, dann wählt ihr das Bild aus, das ihr bearbeiten wollt. Jetzt öffnet sich ein Tab in Photoshop mit diesem Bild. Ihr könnt mehrere Bilder parralel zueinander bearbeiten – fordert aber natürlich dementsprechend auch mehr Leistung von eurem System, da empfehle ich, besonders zu Beginn, immer nur eins gleichzeitig zu bearbeiten. Schliessen könnt ihr eure Arbeitsfläche immer ganz einfach über den Tab, auf das „x“.


1. Bearbeitung

So, nun als Erstes die Bearbeitung.
Oberflächige Bearbeitungen wie Kontrast, Helligkeit, Sättigung, usw., findet ihr entweder rechts, mit „Korrekturen“ betitelt, oder über die Navigation oben, unter Bild -> Korrekturen -> … . Die Korrekturen-Paletten könnt ihr, falls diese nicht sofort angezeigt wird, oder ausversehen entfernt wurde, über Fenster -> Korrekturen, wieder aufrufen und beliebig anordnen. Die jeweiligen Einstellungen sollten größtenteils für sich sprechen. Ansonsten ist hierbei tatsächlich das Selbst-Probieren die einzig wahre Option.

Screenshot 2016-07-14 18.59.26


2. Werkzeuge

So, nun zum nächsten wichtigen Bereich, die Werkzeuge. Diese sind links in einer Reihe gelistet, wie auf dem obigen Bild ganz links zu sehen. Die verschiedenen Werkzeuge sind mit unterschiedlichen Funktionen bedeckt.

Kurze Erläuterung zu den zunächst wichtigsten Werkzeugen:

2 Dieses Werkzeug ist wohl das kleinste, was erstmal selten benutzt wird, wenn mit nur einer Ebene gearbeitet wird. Mit dem Verschieben-Werkzeug wird der Inhalt, der gewählten Ebene einfach nur verschoben. Auf das Bild klicken und halten und die Maus bewegen, bewegt das Bild.

1 Dieses kleine Werkzeug, erstellt Auswahlbereiche. Als Rechteck, Ellipse, Einzelne Zeile oder Einzelne Spalte als Standard festgelegt. Werkzeug auswählen, ins Bild klicken und gedrückt halten und mit der Maus bewegen. Ein Auswahlbereich wird gezogen und ist so nun bspw. mit Farbe füllbar.

3 Das Lasso Werkzeug ist quasi wie das obrige Auswahlwerkzeug, nur dass man freier in der Auswahl ist. Damit werden im Bild unscheinbare Linien gezogen. Beim Loslassen der Maus wird ein Auswahlbereich gezogen.

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Dies ist die Schnellauswahl. Hiermit über das Bild gezogen wird mithilfe technischer Intelligenz Auswahlbereiche gezogen. Das Werkzeug erkennt Helligkeit und Farbe und passt seine Auswahl dementsprechend an. Am besten veranschaulicht bei Bildern mit starken Farben und Kontrastunterschieden. Außerdem mit einem Rechtsklick ist in diesem Bereich auch der Zauberstab enthalten, der auf dem gleichen Prinzip läuft, aber nur ein Klick notwendig ist. Allerdings dann auch NUR die gewählten Farben markiert und daraus eine Auswahl erstellt.

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Das Zuschneide Werkzeug spricht eigentlich für sich. Hiermit wird einfach nur der Bereich zugeschnitten, welchen man auswählt. Ob als Freies Zuschneiden oder mit festgelegten Proportionen 1:1 1:2 usw. Frei auswählbar.

5 Mit der Pipette wird dem Bild eine Farbe entnommen und in der Farbpalette als aktuelle Farbe gespeichert. Wenn du so bspw. genau DEN Grünton haben willst, den du im Bild siehst, wird er genauso übernommen und kann so z.B. weiter für Füllungen, Textfarben & Co. genommen werden. Einer meiner Favoriten.

6 Ein tatsächlich interessantes Werkzeug, das mich immer wieder begeistert. Dies macht die Retouche ziemlich einfach und ist somit wahrscheinlich das wichtigste Werkzeug. Für mich zumindest. Mit diesem Bereichsreparatur-Pinsel kannst du Pickel mit einem einfachen Klick entfernen. Auch wie mit einem normalen Pinsel, kann man damit über das Bild pinsel. Beim loslassen verändern sich so die Pixel ganz automatisch. Intelligente Arbeitsweise ersetzt die Pixel so nun der Umgebung passend. Kleinere Objekte lassen sich so ganz einfach entfernen.

7 Das Pinsel Werkzeug ist.. halt einfach ein Pinsel. Mit der gewählten Farbe kann man hiermit über das Bild malen. Rechtsklick auf das Werkzeug lässt sich auch ein Buntstift für feinere Linien auswählen. So können also auch Zeichentalente mit Photoshop arbeiten (Natürlich am besten mit Zeichentablett)

10 Das Radiergummi. Muss man auch nicht allzu viel zu sagen. Radiert einfach gewählte Bereiche aus.

20 Das Verlaufswerkzeug. So als am besten anwendbar für Illustrationen oder Profi-Bearbeiter. Für den Beginner erstmal nicht wirklich relevant, aber interessante Spielerei, die sich auf einem leeren Dokument austoben wollen. Rechtsklick auf dieses Werkzeug bietet ebenfalls die Auswahlmöglichkeiten vom Füllwerkzeug, welches einfache Farben ins Bild ausfüllt.

12 Hiermit könnt ihr einzelne Bereiche, über die ihr damit wischt entweder verunschärfen (Tropfen) oder auch verschärfen (Dreieck). Mit einem Wischfinger könnt ihr das Bild auch skurriel verwischen, ganz nach Belieben. Lässt sich natürlich wieder alles mit Rechtsklick auf das Werkzeug auswählen.

15 Dieses Werkzeug lässt dich einen Bereich ziehen, in dem du Text eintragen kannst. Frei nach belieben mit so einigen Schriftarten, die oben ausgewählt werden können. Fettschrift, kursiv, unterstrichen usw., wie man es aus den meisten Textverarbeitern kennt, gibt es auch hier.

17 Dieses Werkzeug habe ich persönlich noch nie genutzt, aber für die einen oder anderen vielleicht doch etwas relevanter. Hier lassen sich (Rechtsklick) verschiedene Formen auswählen, die man auf das Bild ziehen kann, mit der Maus. Wie schon ganz oben, ein einfacher Auswahlbereich gezogen wird, wird hiermit direkt die gewählte Form auf das Bild gedrückt. In der Farbe, welche ihr als Vordergrundfarbe gewählt habt. Rechteckt, sowie abgerundetes Rechteck, Ellipse, Polygon könnt ihr als Standard auswählen oder eure eigene Form oder Linien zeichnen.

18 Diese kleinen Klötze zeigen deine ausgewählten Farben. Der obere zeigt immer deine derzeit ausgewählte Farbe. In diesem Bild würde ich nun mit weiß malen. Klick auf das Pfeile-Symbol direkt daneben tauscht diese Farben aus, so würde ich dann mit rot malen. Oben Vordergrund-, Hinten Hintergrundfarbe.


3. Ebenen

Screenshot 2016-07-14 19.58.53Der nächste, und für diesen Beitrag vorerst letzten, wichtigen Punkt in Photoshop sind die Ebenen. Diese sind unten rechts auffindbar. Ebenen stellt man sich am einfachsten als durchsichtige Folien vor. Mehrere übereinander gelegt sieht man immer nur genau das, was oben aufliegt und das darunter, die Stellen, die bei der oberen Folie noch frei sind. Ebenen sind im Prinzip genau das.

Die Ebenen die oben liegen werden auch als erstes angezeigt und alles darunter immer nur so, wie die vorherige Folie dies durchlässt. Wenn ihr ein Bild öffnet, wird dieses Bild als Hintergrundebene bezeichnet. Mit einem Klick auf das Auge, direkt daneben lässt sich diese ein- und ausblenden.

Ein Klick ganz unten auf das Blatt, erschafft eine Neue Folie, die darüber gelegt wird. Wenn ihr auf dieser nun mit einem Pinsel malt, wird dies in voller Deckkraft dargestellt. Das was darunter lag, vom Hintergrundbild, wird so nun nichtmehr angezeigt. Diese nun wieder ausgeblendet, bringt den Hintergrund wieder voll zum Vorschein. Als würdet ihr die obere Folie wieder runternehmen. Sollte eigentlich ganz simpel sein. Natürlich gibt es dazu auch noch einiges mehr zu erzählen, aber da wird mir der Beitrag dann doch etwas zu lang.


Ihr seht, Photoshop muss nicht unbeding schwierig sein, im heutigen Zeitalter kann man sich den Umgang mit derartigen Programmen sowieso ganz einfach selbst beibringen. Das Internet bietet sehr viele Tutorials von den verschiedensten Websites. Gerne helfe ich euch auch, das passende Tutorial zu finden.

Ich hoffe, dass diese kleine Einführung für viele hilfreich ist und euch in eurem Vorhaben etwas weiterbringt! 🙂

Wenn gewünscht, stelle ich euch auch gerne eine tiefere Einführung zum Photoshop.
Dieser Beitrag weist erstmal nur zu den, meiner Meinung nach, wichtigsten Punkten ein, die für den typischen Beginner wichtig sind.

 

(Bildquelle: pixabay, Unsplash)


Habt ihr an einem bestimmten Thema Interesse? Habt ihr dazu noch nichts oder nichts Gutes im Internet gefunden? Gerne gehe ich auf eure Wünsche ein und gestalte meine zukünftigen Blog-Einträge danach aus. Wenn ihr gerne etwas bestimmtes in Erfahrung bringen möchtet zu den Themen, die ich behandle, folgt einfach dem folgenden Link und füllt das Google-Formular aus. 🙂
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